
Warum wir unsere Badezimmerheizungen besonders strengen Prüfungen unterziehen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind ein Albtraum für Elektronikgeräte. Es gibt dort viel Dampf, Spritzer von Wasser – und die Temperaturen können innerhalb weniger Minuten von eiskalt auf kochend heiß wechseln.
Wir bauen unsere Heizgeräte nach den IP66-Standards. Doch ein Wert in der Spezifikationsliste ist nur eine Zahl. Er sagt nicht aus, ob das Gerät tatsächlich drei Winter lang in einer feuchten Duschkabine überleben kann. Deshalb verlassen wir uns nicht nur auf die Unterlagen – stattdessen unterziehen wir jede Charge einer „Feuchtigkeits- und Wärmeprüfung“. Im Grunde versuchen wir, die Geräte bereits vor dem Versand zu zerstören.
Das Problem mit Dampf
Wasserdampf ist äußerst gefährlich: Er dringt an Orte vor, an die flüssiges Wasser nicht gelangen kann. In einem echten Badezimmer sammelt sich der Dampf auf dem Heizgerät und verwandelt sich wieder in Wasser. Wenn die Abdichtung nicht perfekt ist, dringt die Feuchtigkeit ins Innere des Geräts ein und erreicht so die elektrischen Kontakte. Dadurch entsteht Oxidation – oder schlimmer noch: ein Kurzschluss.
Mit diesen Prüfungen versuchen wir, die Auswirkungen jahrelanger Dampexposition in wenigen Wochen nachzuahmen. Wir belasten die Geräte bis zum Äußersten, um herauszufinden, welche Abdichtung zuerst versagt.
Das Problem mit Ausdehnung und Verzug
Infrarotlampen werden unglaublich heiß. Wenn diese Hitze auf eine kalte, feuchte Außenhülle trifft, dehnen und ziehen sich die Materialien aus. Es handelt sich dabei um einen ständigen Kampf zwischen Ausdehnung und Verzug. Wenn das Material der Hülle nicht genau richtig ist, wird die IP66-Abdichtung irgendwann kaputtgehen. Während der Tests achten wir genau auf den Stromfluss sowie die Isolierung. Sobald der Widerstand sinkt, wissen wir, dass es einen Leck gibt.
Realistisch bleiben
Seien wir ehrlich: Nichts hält ewig. Selbst die besten Abdichtungen härten im Laufe der Zeit aus und verlieren ihre Elastizität aufgrund der Hitze. Deshalb ist es sinnvoll, die Befestigungsstellen sowie die Abdichtungen bei der jährlichen Wartung zu überprüfen.
Wir versprechen kein magisches, ewig haltbares Produkt. Wir möchten einfach sicherstellen, dass Ihre Heizung nicht schon beim ersten Mal, wenn jemand eine heiße Dusche nimmt, kaputtgeht. Wir wollen lieber den Punkt finden, an dem das Gerät versagt – in unserem Labor – anstatt dass Sie diesen Punkt in Ihrem Badezimmer entdecken müssen.